Zeitungsformate im Überblick - dierotationsdrucker Blog (2024)

Wollen Sie eine Zeitung drucken lassen, stehen Sie bald vor der Entscheidung, welches Format es werden soll. Berliner Format? Nordisches Format oder doch Rheinisches Format? Soll es ein Broadsheet oder Tabloid werden?

Das Format gehört definitiv zu den ersten Überlegungen bei der Konzeption Ihres Druckprodukts. Damit Sie die beste Entscheidung für Ihre Zeitung treffen, geben wir von dierotationsdrucker.de Ihnen einen Überblick, welche Zeitungsformate existieren und warum es überhaupt verschiedene Varianten gibt.

Zeitungsformate im Überblick - dierotationsdrucker Blog (1)
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Die Zeitung als Botschafterin

Der Begriff Zeitung bedeutet so viel wie Nachricht und verbreitete sich bereits im 14. Jahrhundert im Raum Köln. Die Menschen nutzten sie zur Kundmachung von schriftlichen oder mündlichen Botschaften. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden auf diese Weise Informationen über Handelsangelegenheiten zwischen Handelspartnern versandt.

Erst später wurden die Botschaften allgemeiner. Mit der Erfindung des Drucks mit beweglichen Lettern entstanden sogenannte Einblattdrucke (die sich später auch aus mehreren Seiten zusammensetzten). Diese hatten gelegentlich „Zeitung von“ im Titel stehen, also „Nachricht von“. Mit der Zeit verschob sich daher die Bedeutung des Begriffs Zeitung von der Nachricht auf den Träger der Informationen.

Die älteste offizielle Zeitung der Welt ist die „Post och Inrikes Tidningar“, das offizielle Mitteilungsblatt für Konkurse, Schuldensanierungen, Firmenmitteilungen und Zwangsvollstreckungen Schwedens. In Deutschland kam die erste Wochenzeitung 1605 in Straßburg heraus.

Seitdem gilt die Zeitung als ein mehrseitiges Druckwerk, das mindestens einmal pro Woche veröffentlicht wird. Und in den einzelnen Regionen etablierten sich verschiedene Formate.

Welche Zeitungsformate gibt es

Das Zeitungsformat gibt die Maße – also die Breite und Höhe in Millimetern – an. Diese Angaben beschreiben eine nicht aufgeschlagene Zeitung, wie sie später im Verkauf liegt. Somit ist sie zur Hälfte gefaltet. Eine aufgeschlagene Variante im Nordischen Format beträgt dann beispielsweise 570 × 800 mm.

Da es bis in die 1970er Jahre allein in Deutschland etwa 60 verschiedene Formate gab, einigte man sich auf einheitliche Bezeichnungen und Abmessungen. Diese sind heute durch DIN 16604 definiert und wurden 1973 festgelegt.

So wurde die Zusammenarbeit zwischen Zeitungen, Verlagen, Druckereien und Werbetreibenden erleichtert – vor allem hinsichtlich des Schaltens von Anzeigen. Die gängigen Formate sind:

Grundsätzlich ist bei allen Zeitungsformaten zwischen Broadsheet (Vollformat) und Tabloid (Halbformat) zu unterscheiden.

Nordisches Format

Das größte der bekannten Zeitungsformate ist das Nordische Format. Es hat die Maße 400 × 570 mm (Broadsheet) und 285 × 400 mm (Tabloid). Der Satzspiegel, also der bedruckbare Bereich, liegt bei 370 × 536 mm (Broadsheet) und 268 × 370 mm (Tabloid). Im Nordischen Format erscheinen zum Beispiel die BILD, FAZ und die Süddeutsche Zeitung.

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Rheinisches Format

Im Mittelfeld findet sich das Rheinische Zeitungsformat, in dem unter anderem die Stuttgarter Zeitung herausgebracht wird. Die Maße betragen hier 350 × 510 mm (Broadsheet) und 255 × 350 mm (Tabloid). Der Satzspiegel liegt bei 320 × 480 mm (Broadsheet) und 240 × 320 mm (Tabloid).

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Berliner Format

Mit den Maßen von 315 × 470 mm (Broadsheet) und 235 × 315 mm (Tabloid) erscheinen die Badische Zeitung, taz und der Kölner Stadtanzeiger im kleineren Berliner Format. Entsprechend passt sich der Satzspiegel an: 290 × 440 mm (Broadsheet) und 220 × 290 mm (Tabloid).

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Tabloid Format

Das Besondere am Tabloid-Format ist die kompakte Größe. Es hat zwar in der geschlossenen Größe dieselben Maße wie das Vollformat, ist aber um 90 Grad gedreht. Während Sie ein Broadsheet erst auffalten, um alle Inhalte lesen zu können, blättern Sie durch ein Tabloid wie durch ein Magazin. Das ist ideal zum Lesen unterwegs.

Diese Halbformate gibt es:

  • Nordisches Halbformat
  • Rheinisches Halbformat
  • Berliner Halbformat

Gestaltung der Zeitung passend zum Format

Ihre Inhalte auf die Maße eines gängigen Zeitungsformats anzupassen, mag im ersten Moment schrecklich langweilig klingen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Sehen Sie die Zeitungsformate als raffiniertes und überraschend flexibles Grundsystem. Dieses bietet Ihnen jede Menge Raum für Ihr persönliches Layout. Zugleich macht Ihre Zeitung dank des bekannten Formats einen professionellen Eindruck.

Dabei wird der Satzspiegel beachtet. Dieser sorgt dafür, dass die gestaltete Zeitung auf das Auge des Betrachtenden harmonisch wirkt und genügend Platz an den Seitenrändern bleibt. Der Satzspiegel bildet die Grundlage dafür, welche Flächen auf einer Seite bedruckt werden und welche frei bleiben.

Außerdem arbeiten alle Werbetreibenden, Verlage und Druckereien mit diesen Zeitungsformaten, sodass Ihre Druckdaten schnell umgesetzt werden können, ohne individuelle und kostenintensive Anpassungen vorzunehmen.

Welches Zeitungsformat ist das beste

Jedes dieser Zeitungsformate hat seine Vor- und Nachteile, abhängig von den Anforderungen. Möchten Sie viel Text und große Bilder unterbringen, lohnt sich ein Vollformat. Die Tageszeitung wird beispielsweise als Broadsheet gedruckt. Denn hier müssen viele Botschaften aus allen Lebensbereichen Platz finden.

Beinhaltet Ihre Zeitung ausschließlich Informationen zu einem speziellen Bereich – Garten, Stadtnews etc. –, dann reicht meist ein Tabloid-Format aus.

Text und Bilder können Sie individuell gestalten, von einer Spalte bis hin zu vier Spalten pro Seite. Wenn die Spaltenanzahl variiert, sorgt dies beim Leser für Abwechslung und Sie können den vorhandenen Platz optimal nutzen.

Welche Preise haben die einzelnen Zeitungsformate

Neben der Entscheidung für ein Format spielt der Preis ebenfalls eine wichtige Rolle. In unserem Onlineshop haben Sie die Möglichkeit, alle Formate mit Ihrem gewünschten Seitenumfang kostenlos zu ermitteln. Werfen Sie einen Blick auf die Kalkulation Ihres Zeitungsdruckprodukts.

Sind Sie auf der Suche nach einer Online-Druckerei für Ihre Zeitung, empfehlen wir Ihnen die Bestellung unserer kostenlosen Mustermappe, anhand derer Sie sich ein Bild der Zeitungsformate und Papiergrammaturen machen können. Sie erhalten einen direkten Eindruck von den Druckmedien und können die beste Entscheidung für Ihre Nachrichten treffen.

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Zeitungsformate im Überblick - dierotationsdrucker Blog (2024)

FAQs

Zeitungsformate im Überblick - dierotationsdrucker Blog? ›

Das größte der bekannten Zeitungsformate ist das Nordische Format. Es hat die Maße 400 × 570 mm (Broadsheet) und 285 × 400 mm (Tabloid). Der Satzspiegel, also der bedruckbare Bereich, liegt bei 370 × 536 mm (Broadsheet) und 268 × 370 mm (Tabloid).

Welches Format hat eine Zeitungsseite? ›

Es lassen sich vier klassische Formate unterscheiden: Berliner Format: 315 mm breit x 470 mm hoch (Zeitungsseite); 283 mm breit x 425 mm hoch (Satzspiegel). Nordisches (Norddeutsches) Format: 400 mm breit x 570 mm hoch (Zeitungsseite); 371 mm breit x 528 mm hoch (Satzspiegel).

Welches Format hat die FAZ? ›

Satzspiegel verschiedener Zeitungen
FormatZeitungSatzspiegel in mm
Breite
NordischesBerliner Morgenpost375,0
NordischesBild376,0
NordischesFrankfurter Allgemeine Zeitung371,0
93 more rows

Welches Format hat die Zeit? ›

Das nordische Format, ein Markenzeichen der Zeit, wird seit je in Literatur und Kleinkunst – meist in satirischer Form – thematisiert: Laut dem Schriftsteller Hanns Dieter Hüsch ist die Zeit z.

Wie viele Spalten hat das Rheinische Format? ›

Norddeutsches Format (jeweils Papierformate: 560-570 hoch x 390-400 breit in Millimeter; in der Regel 8 Spalten pro Seite); Rheinisches Format (510-530 x 350-375; in der Regel 7 Spalten pro Seite) und Berliner Format (460-470 x 310-315 od. 510 x 315; in der Regel 6 Spalten pro Seite).

Was gibt es alles für Zeitungstypen? ›

Man kann Zeitungen auf unterschiedliche Art und Weise voneinander unterscheiden. Z. B. nach ihrer Erscheinungshäufigkeit (Tages- oder Wochenzeitung), nach dem Verbreitungsgebiet (regionale Zeitung oder überregionale Zeitung) und nach ihrem journalistischen Anspruch (seriöse Presse oder Boulevardzeitung).

Was für unterschiedliche Arten von Zeitungen gibt es? ›

Nach der Erscheinungsweise unterscheidet man Tageszeitungen, Wochenzeitungen und Sonntagszeitungen. Nach der regionalen Verbreitung können überregionale, regionale und lokale Zeitungen unterschieden werden. Nach der Vertriebsart differenziert man zwischen Kaufzeitung, Straßenverkaufszeitung und Abonnementzeitung.

In welchem Format erscheint die BNN? ›

Die BNN erscheinen als gedruckte Ausgabe aktuell im sogenannten Rheinischen Format (350 mm x 510 mm). Das BT wird aktuell noch im kleineren Berliner Format (315mm x 470mm) produziert.

Warum Berliner Format? ›

Berliner Halb-Format

Das Seitenformat kaum größer als DIN A4 ist für den Leser sehr lesefreundlich. Auf DIN A4 beschnitten können alle Seiten randlos bedruckt werden. Ansonsten teilt dieses Format alle Vorzüge des Berliner Formates. für die Verteiler leicht einzustecken, da es in jeden Briefkasten passt.

Welcher Partei steht die FAZ nahe? ›

Profil. Die FAZ gilt allgemein als bürgerlich-konservatives Medium.

Warum haben Zeitungen Format? ›

Die Norm sollte „die Zusammenarbeit zwischen der werbungtreibenden Wirtschaft sowie den Zeitungsverlagen und Druckereien beim Schalten von Anzeigen erleichtern und zu einem einheitlichen Sprachgebrauch bezüglich der Abmessungen führen“.

Was ist ein Spalte in der Zeitung? ›

[1] einer von mindestens zwei nebeneinander auf einer Zeitungsseite sich senkrecht erstreckenden, über die ganze Seite reichenden Textblöcken.

Wie viele Zeichen hat eine Zeitungsseite? ›

h. ohne Berücksichtigung der Leerzeichen), also etwa 1000 Zeichen exklusive Leerzeichen, und 30 Zeilen mit bis zu 60 Anschlägen (d.

Welche Zeitung hat das Berliner Format? ›

Im Berliner Format, das eine Größe von 470mm x 315mm hat, erscheinen beispielsweise die Badische Zeitung, die taz oder der Kölner Stadtanzeiger. Das Halbnordische Format, das auch als Tabloid oder Half-Broadsheet bezeichnet wird, weist eine Größe von 315mm x 235mm oder 400mm x 285mm auf.

Was bedeutet 3 Spaltig? ›

Das Drei-Spalten-Layout wird das wahrscheinlich am wenigsten genutzte sein. Hier werden sowohl die linke als auch die rechte Seitenleiste angezeigt und der eigentliche Inhalt der Seite oder des Beitrags befindet sich in der Mitte.

Was ist die Rubrik in der Zeitung? ›

Rubriken sind Teile in der Zeitung, in denen es um verschiedene Themen geht, wie Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur … YARA: Kultur nennt man oft Feuilleton. Das ist Französisch.

Wie groß ist eine Zeitungsseite? ›

nicht formatvariabel, d. h. die Zeitung kann nur in einem der drei Standard-Formate gedruckt werden. Großformate: Norddeutsches Format (auch Nordisches Format) (Größe einer Zeitungsseite ist 400 x 570 mm), z. B. Rheinisches Format (350 x 510 mm oder 360 x 530 mm), z.

Welche Schriftart benutzt die Zeitung? ›

Typische Beispiele für Schriftart Zeitung

Dazu zählen unter anderem die Helvetica (s. dazu auch Helvetica – Alternativen zum Typo-Klassiker), Franklin Gothic, Bodoni, Garamond, Times New Roman, Centura, Concorde und Excelsior.

Wie ist eine Zeitungsseite aufgebaut? ›

Die Zeitungsseite beinhaltet also unterschiedliche Artikel rund um das behandelte Thema. Denkbar sind „die Nachricht“, „der Meinungs- oder Leitartikel“, das Interview, die Glosse (ironische Zuspitzung), der Kommentar, der Leserbrief und anderes. Nicht zu vergessen: Die Schlagzeile!

Welches Format hat ein Magazin? ›

Format A4 – Maße: 210 x 297 mm

Es ist das Format der Schulhefte, der Kinderbücher und der Enzyklopädien (bei denen mehr Platz für Illustrationen benötigt wird), für Zeitschriften und Broschüren.

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Author: Otha Schamberger

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Name: Otha Schamberger

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